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 | | | Die Streitschule |

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 | ÜbersichtKollegen vergraulen einander, Beziehungen scheitern, Geschäftspartner ziehen vor Gericht, weil sie sich nicht mehr verstehen, weil sie nicht mehr miteinander reden können, weil sich zu viele Tabuthemen angesammelt haben, weil sie sich nicht mehr mögen, weil es nicht mehr schön ist, weil sie hoffen, daß die nächste Beziehung das große Glück bringen wird, weil sie müde geworden sind - und viele mögliche "weils" mehr! Wir können darüber klagen, oder wir können versuchen zu ergründen, welche Möglichkeiten es gibt, Menschen auf allen Ebenen beziehungsfähiger werden zu lassen.
Kommunikations- und Konfliktfähigkeit als Basis unserer Beziehungen ist nur in den seltensten Fällen ein angeborenes Talent. Die meisten Menschen müssen sich Kompetenz auf diesem Gebiet erst aneignen. Ziel der "Streitschule" ist es, diese Qualitäten zu entwickeln und zu stärken.
Streiten findet im allgemeinen nicht als innerer Monolog statt. In der "Streitschule" treffen ganz unterschiedliche Menschen zusammen, um miteinander und aneinander zu lernen, sich im Konfliktfall zu behaupten, ohne den anderen unnötig zu verletzen.
Dieses Buch beschränkt sich auf kurze theoretische Ausführungen, dafür finden Sie viele Übungen und Rollenspiele. Das Einzige, was Sie zu diesem Trainingskurs mitbringen müssen, ist Ihre Neugier auf sich selbst und auf andere. |
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Aus dem InhaltKommunikation ist kein Lotteriegewinn
Auch Beobachten will gelernt sein!
Der Weg aus dem Begriffsdschungel
"Ja", sagte sie, "aber ..."
Selbstklärung oder: Was ich mir so alles denke ...
Absicht und Wirkung!
Ich-Botschaften
Guck mal, wer da spricht!
Zuhören als Aktiv-Sport
Erst gemeinsam sind wir stark
Wer, wie, wo und wieso?
Verhandlungskünstler
Die Kunst des Feedbacks
Gut behütet, gut bedacht ...! |
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Aus dem VorwortKollegen vergraulen einander, Beziehungen scheitern, Geschäftspartner ziehen vor Gericht, "weil sie sich nicht mehr verstehen", "weil sie nicht mehr miteinander reden können", "weil sich zu viele Tabuthemen angesammelt haben", "weil sie sich nicht mehr mögen", "weil es nicht mehr schön ist", "weil sie hoffen, dass die nächste Beziehung das große Glück bringen wird", "weil sie müde geworden sind" - und viele mögliche "Weils" mehr! Wir können dies für immer beklagen, oder wir können versuchen zu ergründen, ob es Möglichkeiten gibt, Menschen auf allen Ebenen beziehungsfähiger werden zu lassen.
Kommunikations- und Konfliktfähigkeit als Basis unserer Beziehungen ist nur in den seltensten Fällen ein angeborenes Talent. Die meisten Menschen müssen sich Kompetenz auf diesem Gebiet erst aneignen. Ziel der Streitschule ist es, diese Qualitäten zu entwickeln und zu stärken.
Streiten findet im Allgemeinen nicht als innerer Monolog statt. Man braucht dazu einen Partner. Im Rahmen der Streitschule kommen ganz unterschiedliche Menschen zusammen, um miteinander und aneinander zu lernen, sich im Konfliktfall zu behaupten, ohne den anderen unnötig zu verletzen.
Die Idee zu diesem Buch verdanke ich den Teilnehmern der Streitschule. Immer wieder haben sie gefragt, ob ich das Material nicht so aufbereiten könnte, dass sie selbst im Freundes- oder Kollegenkreis damit arbeiten könnten. Mein Verweis auf die umfangreiche, hervorragende Literatur zum Thema Konflikte reichte ihnen nicht; gefragt waren Übungsblätter.
Das Projekt klang nach vielen einsamen Stunden im Büro. Mir war klar, dass ich es nur verwirklichen würde, wenn ich eine Mitstreiterin fände, mit der ich das Buch im Dialog entwickeln könnte. |
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Biographische NotizenSimone Pöhlmann, geb. 1941, Gründerin der "Streitschule" in München. Rechtsanwältin, Praxis für Mediation bei Trennung und Scheidung, Erbschafts- und Nachbarschaftskonflikten und innerbetrieblichen Auseinandersetzungen. Mitglied von "KLASSE! Die AG Schulmediation"; Mitglied der BAfM.
Angela Roethe, geb. 1946, Journalistin und Mediatorin in München. Übersetzerin für das Fortbildungsprogramm des San Diego Mediation Center. Vorsitzende von "KLASSE! Die AG Schulmediation". |
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LeseprobeKonflikte, und erst recht Streit, sind den meisten Menschen unangenehm. Der Volksmund weiß das und sagt: "Es geht mir an die Nieren", "dem läuft die Galle über," "das macht mich schlaflos".
Ungelöste Konflikte sind gewaltige Energiefresser und vertilgen ungeniert unsere Lebensfreude. Aus unserer ganz persönlichen Sicht müsste es sowieso keinen Streit geben - die anderen brauchen nur zu tun, was wir wollen!
Dass unser Konfliktgegner dieselbe Situation so ganz anders erfährt, wertet und einordnet, wollen wir nicht wahrhaben. Wir wollen nicht einsehen, dass er in seiner Welt genau so Recht hat wie wir in unserer!
Solange beide Seiten darauf beharren, "Recht" zu haben, besteht der Konflikt. Je nach Temperament können wir uns mit Vehemenz in den Kampf begeben, verschämt alles unter den Teppich kehren, uns unauffällig verdrücken oder uns dem Konflikt tatsächlich stellen.
Jede dieser Verhaltensweisen hat natürlich Konsequenzen. Stellen Sie sich vor, dass Sie für jeden Menschen, mit dem Sie es längerfristig zu tun haben, ein Beziehungskonto führen. Dieses Konto wird im Laufe der Zeit gefüllt mit Vertrauen, Zuversicht, Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Verständnis, Unterstützung, Interesse, geteilter Freude und geglückter Kommunikation. Umgekehrt führt jede Beleidigung, Verletzung oder negative Erfahrung zu einer Abbuchung von diesem Konto. Ist die Habenseite gut gepolstert, sind gelegentliche Überziehungen kein Drama. Wenn das Beziehungskonto ständig rote Zahlen aufweist, fragt man sich irgendwann, ob der Preis für den Fortbestand dieser Beziehung nicht zu hoch ist.
Um ordentliche schwarze Zahlen zu schreiben, um die Beziehungen als lebendig, offen und bereichernd zu empfinden, kommen wir meist nicht umhin, uns den Konflikten zu stellen. Darin haben wir nicht viel Übung und noch nicht viele Vorbilder.
Die Korsettstangen, die früher Beziehungen regelten und zusammenhielten, sind auseinander gebrochen; hierarchische Strukturen, die Kirchen und die öffentliche Moral haben ihre Macht über das Miteinander weitgehend verloren. Der Preis für diese neue Freiheit ist, dass wir unsere Beziehungen auf allen Ebenen selbst und von innen heraus gestalten müssen. Dazu brauchen wir Konfliktkompetenz.
Die Fülle der Ratgeberliteratur beweist nicht nur den Bedarf an Handwerkszeug, sondern auch die wachsende Bereitschaft, diese Kompetenz zu erarbeiten. Nur: Gedankliche Einsichten können in Sekundenschnelle entstehen. Die Fähigkeit, sich den Einsichten gemäß zu verhalten, entwickelt sich hingegen langsam und in sehr kleinen Schritten.
Wir brauchen die Möglichkeit, neues Verhalten zu wagen, zu reflektieren, die Wirkung zu erfahren und auf`s Neue zu erproben. Schließlich geht es nicht darum, nur Methoden oder abrufbare Techniken zu trainieren, sondern zu einer Veränderung der inneren Haltung zu finden und Kommunikationsfähigkeiten zu erwerben. Wenn es uns gelingt, unseren Konfliktgegner nicht als "Feind" zu sehen, sondern als Fremden, dessen Welt gleiche Berechtigung und Wichtigkeit hat wie die unsere, wächst die Chance für faire Lösungen.
Eine wichtige Grundlage dieser inneren Haltung von Offenheit und Akzeptanz ist Selbstklärung. Wer nicht weiß oder nicht sagen kann, was er will, braucht oder erwartet, empfindet schnell Ohnmacht und Kontrollverlust - das macht ihn unnötig aggressiv, und sei es auf einer noch so versteckten Ebene. Wer weiß, was er will, braucht und erwartet, und das auch sagen kann, ist weniger unter Druck, offener und handlungsfähiger.
Selbstklärung tut also Not: Das Erforschen und Ordnen der eigenen Gefühle, Überzeugungen, Prägungen und Werte, soweit diese für die Bearbeitung eines Konfliktes relevant sind, ist die Grundlage der Konfliktkompetenz. Dafür muss man bereit sein, sich selbst viele ehrliche Fragen zu stellen und zuweilen auch unbequeme oder irritierende Antworten zu bekommen. Dabei könnte das "strahlende Selbstbild" den einen oder anderen Riss bekommen, aber Sie könnten dadurch auch mehr Heiterkeit und Gelassenheit im Umgang mit sich selbst gewinnen. |
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Pressestimmen"Es ist ein nützliches Buch mit vielen wertvollen Hinweisen sowohl für junge Paare als auch für Eltern und Erzieher." - Radio Tirol
"Ungelöste Konflikte sind Energiefresser und vertilgen unsere Lebensfreude. Kommunikations- und Konfliktfähigkeit ist jedoch nur selten ein angeborenes Talent. Die meisten Menschen müssen sich Kompetenz auf diesem Gebiet erst aneignen. Ziel der >>Streitschule<< ist es, diese Qualifikation zu entwickeln und zu stärken." - Kommunale Steuer-Zeitschrift -/4/2002/-
"Die Schüler sollen im Team arbeiten können - so wird es von den Ausbildern in den größeren Betrieben immer wieder gefordert. Zur Teamarbeit gehört auch die Fähigkeit zum konstruktiven Umgang mit Konflikten. Diese Fähigkeit ist in den seltensten Fällen angeboren; sie kann aber trainiert werden. Das vor kurzem erschienene Buch >>Die Streitschule<< von Simone Pöhlmann und Angela Roethe bietet hierfür viele Hilfen und Anregungen. Es beschränkt sich in den 15 Kapiteln jeweils auf kurze theoretische Einführungen, denen dann viele kreative Übungen und Rollenspiele folgen. Viele der Übungen können mit Schülerinnen und Schülern bearbeitet oder geübt werden. Damit kann das Buch zu einer wichtigen Arbeitshilfe für die Vorbereitung von Unterrichtseinheiten zum Thema >>Kommunikation<< werden." - Pädagogik -/3/2002/-
"Die Streitschule ist ein Arbeitsbuch im wahrsten Sinne des Wortes. Nach wenigen Seiten der Einleitung und knapper theoretischer Grundlegung werden dem Leser im Rahmen eines ca. 35-stündigen Lehrgangs systematisch aufeinander aufbauende Übungen angeboten, um mit mindestens einem, besser mehreren Partnern das eigene Konfliktverhalten zu reflektieren und die individuelle Konfliktbewältigungskompetenz auszubauen bzw. zu verbessern. Alle Übungen enthalten präzise Angaben zur Durchführung bzw. Auswertung, die (kopierfähigen) Übungsmaterialien sind ansprechend aufbereitet und teilweise humorvoll illustriert. Sämtliche den Übungen zu Grunde liegenden Beispiele sind alltagsrelevant bzw. typisch. Sie knüpfen an die Erfahrungsgrundlage der Leser an und sind ohne weiteres auf den pädagogischen Bereich übertragbar. Insofern ist das Buch eine Gewinn bringende Lektüre für all jene, die ihre Konfliktbewältigungskompetenz erweitern wollen. Insbesondere aber ist es empfehlenswert für kollegiumsinterne Fortbildungen zum Thema Kommunikations- und Konfliktfähigkeit." - Amtlicher Schulanzeiger, Regierungsbezirk Unterfranken -/04.02.02/-
"Sich auf knappe theoretische Exkurse beschränkend fokussiert das Buch erkenntnisreiche Übungen und Rollenspiele." - I.N.P.U.T.-Newsletter -/Dezember 2001/-
"Konflikte, und erst recht Streit, sind den meisten Menschen unangenehm. Ungelöste Konflikte sind gewaltige Energiefresser und vertilgen ungeniert unsere Lebensfreude. Kommunikations- und Konfliktfähigkeit als Basis unserer Beziehungen ist jedoch nur in den seltensten Fällen ein angeborenes Talent. Die meisten müssen sich Kompetenz auf diesem Gebiet erst aneignen. Ziel der "Streitschule" ist es, diese Qualitäten zu entwickeln und zu stärken." - Handelsblatt -/31.10.2001/- |
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 aktualisiert am: 18:05 28/11 2005
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