Gewaltfreie Kommunikation am Arbeitsplatz"Viele Menschen nehmen das, was anderen wichtig ist, wichtiger als sich selbst. Sie wissen auch nicht, was sie im Moment brauchen und was das Richtige für sie wäre. Für diese Menschen ist es ein entscheidender Schritt, mit der Gewaltfreien Kommunikation herauszufinden, was sie eigentlich wollen und brauchen. Auf der anderen Seite gibt es Kollegen, die sehr genau wissen, was sie brauchen - und die die Bedürfnisse anderer nicht sehen."
Susann Pásztor & Klaus-Dieter Gens beschäftigen sich in ihrem neuen Buch "Mach doch,was du willst! Gewaltfreie Kommunikation am Arbeitsplatz" mit diesen Bedürfnissen und ihren Folgen.  Susann Pásztor Klaus-Dieter Gens | |
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Wir verbringen in unserem Leben 70.000 Stunden am Arbeitsplatz. Das heißt 70.000 Stunden mit den Kollegen. Da kann es schon mal zu Auseinandersetzungen und Konflikten kommen. Dabei ist es doch gerade hier wichtig, daß man gut miteinander auskommt, sich versteht und sich aufeinander verlassen kann.
Um ein harmonisches, befriedigendes und effektives Arbeitsklima zu schaffen, müssen wir deshalb lernen mit den Bedürfnissen, Schwächen und Stärken unserer Kollegen umzugehen und zu jonglieren.
Das Buch führt uns durch den Arbeitsalltag von Corinna, Holger, Markus, Anette, Christoph und der Praktikantin Jule, die in einer kleinen Werbeagentur arbeiten, täglich mit den Bedürfnissen und den"Ecken und Kanten" ihrer Kollegen zusammenstoßen und von einem Konflikt in den nächsten "schlittern", bis schließlich von Mobbing die Rede ist.
Wie sie diese Herausforderung mittels Gewaltfreier Kommunikation meistern? Sehen sie selbst!
Die Autoren Susann Pásztor und Klaus-Dieter Gens beschreiben anhand eines konkreten Fallbeispiels den langen und schwierigen Prozess, die Kommunikation der Kollegen "lebensbereichernd zu organisieren". Frisch und humorvoll zeigen sie, wie Gewaltfreie Kommunikation den Arbeitsalltag bereichern kann. Ein spannender Mix aus Theorie und Praxis!
Leseprobe:
Lebensbereichernde Organisationen
"Lebensbereichernde Organisation" nennt Marshall B. Rosenberg, Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, seine Vision eines tragfähigen Zusammenwirkens. In einer lebensbereichernden Organisation trägt jeder einzelne Mitarbeiter dazu bei, Bedürfnisse zufriedenzustellen und das Leben seiner Mitmenschen zu bereichern - sowohl innerhalb der Organisation als auch in ihrem Einflußbereich.
"Alle Arbeit, die innerhalb einer lebensbereichernden Struktur verrichtet wird, wird durch diese Aufgabe motiviert; nicht durch Geld, nicht durch den Lohn, nicht durch Positionen und nicht durch Status. Jedes kleine Stück Arbeit, das eine Person tut, kommt aus der Freude, diese Aufgabe zu erfüllen. Lebensbereichernde Organisationen schenken den Mitarbeitern ihrer Organisation Wertschätzung, die sie brauchen, um den Auftrag mit Leben füllen zu können."
Lässt sich eine solche Vision mit den alltäglichen Erfordernissen, die eine Arbeitssituation mit sich bringt, überhaupt vereinbaren? Wir meinen: ja. Denn die Qualität unserer Arbeit, unserer Leistung und unserer Motivation stehen im unmittelbaren Verhältnis zur Qualität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz. Und überall dort, wo die Haltung und Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur geworden ist, wird es nicht nur zufriedene Mitarbeiter geben - sondern auch effektive Kooperation, klare und eindeutige Kommunikation, Beziehungstransparenz und Teamfähigkeit.
Was die Menschen eigentlich sagen wollen ...
... ist etwas ganz anderes. Und hier kommt die Definition der Gewaltfreien Kommunikation als ein alternatives Deutungssystem zum Tragen: Wir gehen davon aus, dass Menschen grundsätzlich für sich und nicht gegen andere handeln. Deswegen ist jede Aktion, jede Aussage nichts anderes als eine Botschaft über die Gefühle und Bedürfnisse der agierenden Person. Eine Selbstmitteilung also, wie sie manchmal verschlüsselter nicht sein kann ...
(Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Junfermann ) |